In Myanmar verbreitet das Militär gezielt Panik und Desinformation über Social Media

In Myanmar verbreitet das Militär gezielt Panik und Desinformation über Social Media

In «Lügen, drohen, töten» berichtet die Süddeutsche Zeitung über den Journalisten Mratt Kyaw Thu, der in Myanmar um sein Leben fürchten muss, weil er über die Machenschaften des Militärs schreibt. Seitdem die Militär Junta zum 01. Februar die Macht übernommen hat, versucht sie das Narrative zu bestimmen und setzt dafür gezielt Falschinformationen ein.

Inzwischen haben die grossen sozialen Netzwerke reagiert und die Accounts des Militärs sind wegen Verbreitung von Fake News und Aufrufen von Gewalt geblockt. Das Leben in Myanmar wurde für Mratt Kyaw Thu dennoch zu riskant. Er floh nach Deutschland, um hier Asyl zu beantragen. Seine Sorge ist begründet. Am 5. April 2021 erreichte ihn der Haftbefehl und das Militär lies nach ihm fahnden. Durch seine kritische Berichterstattung machte er sich aber nicht nur auf der Seite der Militärs Feinde. Seine Skepsis gegenüber der internationalen Reaktion auf die Ereignisse brachte auch Teilnehmer der Protestbewegung gegen ihn auf. Die Wahrheit kann manchmal allen die Suppe versalzen.

Zum Der Einzelartikel der Süddeutschen Zeitung findet sich auf Blendle.