Manipulierte Wirklichkeit – Deepfakes erkennen

Manipulierte Wirklichkeit – Deepfakes erkennen

Deepfakes nennt man Medieninhalte, die realistisch anmuten, aber eigentlich verfälscht wurden. Inzwischen gibt es Beispiele für Deepfake Fotos, Audio aber auch Videoinhalte. Neu an dieser Form der Medienmanipulation ist, dass Neuronale Netze eingesetzt werden, um die Fälschungen zu automatisieren. In den bekanntesten Beispielen werden bekannten Persönlichkeiten neue Worte in den Mund gelegt.

Bis dato musste man schon Spezialist sein, um schwer erkennbare Fälschungen z.B. von Videos zu produzieren. Deep Learning, eine Methode der Künstlichen Intelligenz macht es aber auch weniger künstlerisch begabten Menschen sehr einfach, fremde Texte bekannten Personen in den Mund zu legen und selbst die notwendige Gesichtsmimik entpuppt sich als einfach zu manipulieren. Damit werden derlei Fälschungen plötzlich massentauglich und die Bedrohungslage ist real, wie eine Einschätzung des International Risk Governance Center, IRGC belegt. Man muss sich nur vorstellen, was passiert, wenn man Politikern Statements in den Mund legen würde, die dann sogar ganze Wahlausgänge verfälschen können.

Inzwischen gibt es viele Gegenbeispiele, in denen gezeigt wird, wie man der neuen Bedrohungslage begegnen kann. Microsoft zum Beispiel, hat im September 2020 zwei Tools vorgestellt, mit denen sie Deepfakes entlarven wollen. Auch Forscher an der Eidgenössischen Technischen Hochschule Lausanne (EPFL) haben zusammen mit einer Cyber-Sicherheitsfirma angefangen zum Thema zu forschen.

LinkedIn hat nun einen Online Kurs herausgebracht bei dem jeder sich das notwendige Basiswissen zum Erkennen von Deepfakes aneignen kann: https://www.linkedin.com/learning/understanding-the-impact-of-deepfake-videos/what-is-a-deepfake-video