Infodemie – Irreführende Informationen zu Zeiten von Covid-19

Infodemie – Irreführende Informationen zu Zeiten von Covid-19

Die Kommunikation seit Beginn der Pandemie zeigt: eine Infodemie, also ein zu viel an Information, kann zu mehr Verunsicherung und zu weiteren Gesundheitsproblemen führen.

Daher warnte der Generaldirektor der WHO, Dr. Tedros Adhanom Ghebreyesus, schon kurz nach Ausbruch von Covid-19 vor der Gefahr einer Infodemie. Aufklärung ist wichtig, doch zu viel an Information kann auch schädlich sein. Das zumindest ist das erste Fazit der WHO nach den ersten Monaten der Pandemie. Doch wie findet man einen geregelten Informationsstrom, wenn ein Problem so tiefgreifend in Gesellschaften, Wirtschaft und Demokratien eingreift?

Seit Beginn der Krise vergeht kein Tag an dem wir nicht auch zugeschüttet werden mit Informationen. Doch ein Übermaß kann auch zu «Ermüdungserscheinungen, sowie Desinteresse und Ablehnung gesundheitlicher Botschaften» führen. Durch das Internet kann man sich auch kaum der permanenten Flut entziehen, die durch ihre Omnipräsenz Ängste und Sorgen verstärkt und zu psychischen Gesundheitsproblemen führen kann. Wenn dann noch falsche und irreführenden Informationen in Umlauf kommen, ist das Chaos perfekt und Vertrauenskrisen vorprogrammiert. Doch kann man Informationen in solchen Zeiten überhaupt reglementieren? Hier werden wir im Nachklang der Krise noch viel Zeit für die Aufarbeitung benötigen.

Mehr: WHO, «Gemeinsam gegen die Infodemie»